Pirol – der knallgelbe Versteckkünstler

Pirol – der knallgelbe Versteckkünstler

Knallgelb und doch kaum je zu sehen – das ist charakteristisch für den Pirol. Der sehr scheue, etwa amselgrosse Vogel hält sich meistens hoch oben in dicht belaubten Baumkronen auf. Seine Anwesenheit verrät der Heimlichtuer am ehesten durch den unverwechselbaren, flötenden „Didlioh“-Ruf, der über weite Distanzen hörbar ist. Als Lebensraum bevorzugt der Zugvogel, der den Winter in Afrika verbringt, lichte Auenwälder oder Parks und Wälder in Gewässernähe, wo er genügend Insekten als Hauptnahrung findet.
Den nicht sehr häufigen Vogel völlig frei sitzend fotografieren zu können, ist ein seltenes Glück und erforderte viel Geduld – nebst den tollen Fotos wurde ich zusätzlich mit vielen Mückenstichen belohnt…

Kuckuck!

Kuckuck!

Der Kuckuck ist wirklich ein spezieller Vogel: Wie kein anderer hat er Eingang in unsere Sprache gefunden, jeder kennt seinen unverwechselbaren Ruf, nur wenige haben ihn schon gesehen und durch seine bemerkenswert seltsame Art der Fortpflanzung erobert er sich nicht gerade den Sympathiebonus. Das liegt daran, dass Kuckucke keinerlei Brutpflege betreiben, sondern diese in geradezu bizarrer Weise anderen Vögeln überlassen: Das Weibchen legt ein Ei in das Nest der Wirtseltern und macht sich anschliessend davon. Der geschlüpfte Kuckuck wirft instinktiv alle verbleibenden Eier und allenfalls bereits vorhandenen Schlüpflinge seiner Zieheltern aus dem Nest. Als einzig verbleibendes Jungtier wird das Kuckuckskind nun von seinen vermeintlichen Eltern unermüdlich mit Nahrung versorgt, auch wenn er schon als Jungvogel wesentlich grösser als seine Adoptiveltern ist.
Ende Juni hatte ich das seltene Glück, einen flügge gewordenen Jungkuckuck zu entdecken und ihn zusammen mit seinen unermüdlich Futter herbeischaffenden Teichrohrsänger-Zieheltern bei der Nahrungsübergabe fotografieren zu können.

Greifvögel – faszinierende Luftakrobaten

Greifvögel – faszinierende Luftakrobaten

Die majestätisch dahingleitenden Rot- und Schwarzmilane, die recht scheuen Mäusebussarde und die agilen Turmfalken sind bei uns die häufigsten Greifvögel. Auch wenn sie nicht selten sind, fotografiere ich sie sehr gerne, ihr Verhalten und ihre Schönheit sind immer wieder Beobachtungszeit und Fotos wert.

Wunderwelt der Vögel

Wunderwelt der Vögel

Da ich aus Zeitmangel schon lange keine Updates mehr hochladen konnte, veröffentliche ich hier ein regelrechtes Sammelsurium aus Aufnahmen von Vögeln aus den letzten Wochen und Monaten. Es ist wunderbar, welche Vielfalt an einheimischen oder durchziehenden Vögeln bei uns zu beobachten ist – manche davon sind selten und deshalb besonders „begehrte“ Fotosujets, aber auch die „gewöhnlichen“ unter unseren gefiederten Freunden verdienen es, im wahrsten Sinn des Wortes ins rechte Licht gerückt zu werden. Und manchmal entdeckt man bei der „Vogeljagd“ noch andere Tiere wie Hasen, Füchse oder Biber. Viel Freude beim Durchsehen der Galerie!

 

Sumpfohreule

Sumpfohreule

Eine Eule in freier Wildbahn zu Gesicht zu bekommen ist nicht gerade alltäglich. Wenn sie sich dann auch noch in fototauglicher Distanz, bei genügend Licht und ohne dichtes Gezweig vor dem Körper präsentiert, ist das wie ein Sechser im Lotto. Dieses grosse Glück hatte ich kürzlich an einem frostig kalten Morgen in der Nordschweiz, als ich völlig unerwartet kurz nach Sonnenaufgang eine Sumpfohreule fotografieren konnte.
Sumpfohreulen sehen den mit rund 40 cm Körpergrösse etwa gleich grossen Waldohreulen ähnlich, die Federohren sind aber praktisch unsichtbar und die grossen gelben Augen werden von schwarzem Gefieder umrahmt, was ihnen einen düsteren Blick verleiht. Sumpfohreulen bevorzugen als Lebensraum Feuchtgebiete mit weiten offenen Flächen. Sie sind Bodenbrüter und ernähren sich von Kleinsäugern und Vögeln. Ausserhalb der Brutzeit führen die auch tagaktiven Vögel ein weitgehend vagabundierendes Leben und sind wenig ortsgebunden, was systematische Beobachtungen zusätzlich erschwert.

Wann ist ein Foto ein gutes Foto?

Wann ist ein Foto ein gutes Foto?

Diese Frage stellt sich in der allgegenwärtigen Bilderflut nicht nur dem ambitionierten (Amateur-)Fotografen. Mit den heute verfügbaren Kameras und Handys kann schliesslich jede und jeder Bilder am Laufmeter produzieren – und technisch sind diese Geräte auf so hohem Niveau, dass sie doch automatisch nur noch gute Fotos machen. Ist das wirklich so?
Es ist tatsächlich verblüffend, wie die raffinierten Algorithmen der Automatikprogramme in vielen Fällen technisch einwandfreie Fotos produzieren – und dennoch muss ein solches Bild nicht unbedingt auch ein gutes Foto sein.
Was aber macht ein gutes Foto aus? Im Grunde ist das ganz einfach: Eines, das Emotionen weckt, Stimmungen überträgt, den Betrachter verweilen lässt, weil es ungewöhnlich ist. Manchmal muss man dazu fotografische Regeln bewusst brechen, technisch ist das Bild folglich nicht unbedingt perfekt.
In der Galerie unten zeige ich solche Fotos und beschreibe in aller Kürze, was daran speziell oder sogar „falsch“ ist. Ob es tatsächlich gute Bilder sind, entscheidet schlussendlich aber immer noch jeder selber…