Sumpfohreule

Sumpfohreule

Eine Eule in freier Wildbahn zu Gesicht zu bekommen ist nicht gerade alltäglich. Wenn sie sich dann auch noch in fototauglicher Distanz, bei genügend Licht und ohne dichtes Gezweig vor dem Körper präsentiert, ist das wie ein Sechser im Lotto. Dieses grosse Glück hatte ich kürzlich an einem frostig kalten Morgen in der Nordschweiz, als ich völlig unerwartet kurz nach Sonnenaufgang eine Sumpfohreule fotografieren konnte.
Sumpfohreulen sehen den mit rund 40 cm Körpergrösse etwa gleich grossen Waldohreulen ähnlich, die Federohren sind aber praktisch unsichtbar und die grossen gelben Augen werden von schwarzem Gefieder umrahmt, was ihnen einen düsteren Blick verleiht. Sumpfohreulen bevorzugen als Lebensraum Feuchtgebiete mit weiten offenen Flächen. Sie sind Bodenbrüter und ernähren sich von Kleinsäugern und Vögeln. Ausserhalb der Brutzeit führen die auch tagaktiven Vögel ein weitgehend vagabundierendes Leben und sind wenig ortsgebunden, was systematische Beobachtungen zusätzlich erschwert.

Wann ist ein Foto ein gutes Foto?

Wann ist ein Foto ein gutes Foto?

Diese Frage stellt sich in der allgegenwärtigen Bilderflut nicht nur dem ambitionierten (Amateur-)Fotografen. Mit den heute verfügbaren Kameras und Handys kann schliesslich jede und jeder Bilder am Laufmeter produzieren – und technisch sind diese Geräte auf so hohem Niveau, dass sie doch automatisch nur noch gute Fotos machen. Ist das wirklich so?
Es ist tatsächlich verblüffend, wie die raffinierten Algorithmen der Automatikprogramme in vielen Fällen technisch einwandfreie Fotos produzieren – und dennoch muss ein solches Bild nicht unbedingt auch ein gutes Foto sein.
Was aber macht ein gutes Foto aus? Im Grunde ist das ganz einfach: Eines, das Emotionen weckt, Stimmungen überträgt, den Betrachter verweilen lässt, weil es ungewöhnlich ist. Manchmal muss man dazu fotografische Regeln bewusst brechen, technisch ist das Bild folglich nicht unbedingt perfekt.
In der Galerie unten zeige ich solche Fotos und beschreibe in aller Kürze, was daran speziell oder sogar „falsch“ ist. Ob es tatsächlich gute Bilder sind, entscheidet schlussendlich aber immer noch jeder selber…

Stausee Klingnau im tiefsten Winter

Stausee Klingnau im tiefsten Winter

Unerwartet viel Schnee fiel Mitte Januar in kürzester Zeit bis in die tiefsten Lagen in der Nordschweiz, und mit Temperaturen um minus 8 Grad wurde es ungewöhnlich kalt. Eine Fotoexkursion zum Klingnauer Stausee zeigte, wie sehr sich die Landschaft verändert hatte: Das dicht stehende Schilf wurde durch die Schneemassen zu Boden gedrückt und bot so vielen Vogelarten nur noch wenig Schutz. An vielen Stellen war die Seeoberfläche bereits mit Eis bedeckt, was den Wasservögeln die Nahrungssuche verunmöglichte.
Der Himmel zeigte sich bedeckt, aber durch den Schnee war genügend Licht vorhanden und die fehlende Sonne verhinderte zu harte Kontraste: Ideales Fotowetter, von der Kälte einmal abgesehen. Während dem vierstündigen Aufenthalt gab es denn auch einige Highlights: Zum ersten Mal konnte ich Bartmeisen fotografieren, im Schnee kniend sogar aus kurzer Distanz (rund drei Meter Entfernung). Eisvögel zeigten sich vor der Schneekulisse besonders farbenfroh, zwei Rohrdommeln suchten Schutz in den verbliebenen Schilfresten und plötzlich erschien ein hungriger Fuchs, der sich vorsichtig einen Weg über die noch dünne Eisschicht des Sees suchte. Eine weitere Erstsichtung für mich war eine weibliche Kornweihe, allerdings flog sie leider sehr weit entfernt über die Schilfgürtel auf der Suche nach Nahrung.

Ein Gleitaar in der Nordschweiz!

Ein Gleitaar in der Nordschweiz!

In diesem Beitrag dreht sich alles um einen extrem seltenen Gast: Den Gleitaar (Elanus caeruleus). Normalerweise kommen diese gut turmfalkengrossen Greifvögel mit dem unverkennbaren Aussehen auf dem europäischen Kontinent nur in Spanien und Portugal vor, wo sie aus Afrika eingewandert sind. Ab und zu verirrt sich aber ein Exemplar und ist dann als sogenannter Irrgast oder Irrläufer für wenige Tage auch in Mitteleuropa zu beobachten.
Anfangs Dezember hatte ich das seltene Glück, diesen wunderschönen Vogel in der Nordschweiz beobachten zu können. Leider war das Wetter mit dem seit Tagen vorherrschenden dichten Hochnebel zum Fotografieren alles andere als ideal: Das wenige vorhandene Licht reichte nicht aus, die typische rubinrote Augenfarbe des Gleitaars abzubilden. Trotzdem freute ich mich riesig – und mit den Fotos vom attackierenden Turmfalken gelangen mir trotz der schwierigen Lichtverhältnisse einige ansprechende Actionbilder.

Goldhähnchen

Goldhähnchen

Goldhähnchen sind mit einer Grösse von rund 8,5 cm und einem Gewicht von etwa 6 Gramm unsere kleinsten einheimischen Vögel. Die quirligen Winzlinge sind zwar nicht selten, da sie aber ständig in Bewegung sind und sich zudem gerne in den oberen Baumregionen oder im Dickicht aufhalten, sind sie nicht so einfach zu fotografieren. Aufgrund ihres geringen Gewichts und der sehr aktiven Lebensweise müssen sie während der Wachzeit ständig fressen, um überleben zu können. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Insekten und Spinnen, im Winter zur Not auch aus Sämereien. Bei uns kommen Sommer- und Wintergoldhähnchen vor, die sich hauptsächlich durch den bei den Wintergoldhähnchen fehlenden weissen Überaugenstrich unterscheiden. Der namengebende goldene Scheitelstrich kann bei Erregung wie ein Hahnenkamm aufgestellt werden.

Fotokalender 2021 – Vögel in freier Natur

Fotokalender 2021 – Vögel in freier Natur

Traditionell bringt der Herbst nicht nur kürzere Tage und Nebel, sondern auch mindestens einen neuen triviart-Fotokalender. Dieses Jahr dreht sich alles um einheimische Vögel, aufgenommen in freier Wildbahn an verschiedenen Orten in der Nordschweiz. 
Da es mir ziemlich schwer fiel, nur 13 Topbilder für einen einzigen Kalender auszuwählen, habe ich mich entschlossen, auch dieses Jahr wieder zwei verschiedene Kalender anzubieten – beide zum Thema einheimische Vögel.
Neu können beide Kalender zusammen auch als Set bestellt werden – mit einer Preisreduktion von CHF 10.00!
Die Kalender sind wie bisher mit Spiralbindung und transparentem Schutzblatt ausgestattet und als hochwertiger Digitaldruck auf festes, seidenmattes Papier im Format A3 gedruckt.

Auch dieses Jahr biete ich meine Kalender ohne Preisanpassung zum unveränderten Hammerpreis von nur CHF 39.90 (plus Porto+Versand) an! Für etwas mehr als 3 Franken pro Monat bereiten Sie somit sich oder jemand anderem ein ganzes Jahr lang Freude – und das Titelbild ist dabei noch nicht einmal eingerechnet!
Bestellen können Sie die triviART Fotokalender 2021 hier bequem online.

Fotokalender „Vögel in freier Natur I“ im Format A3.
Für eine grössere Vorschau aller Fotos bitte aufs Bild klicken.


Fotokalender „Vögel in freier Natur II“ im Format A3.

Für eine grössere Vorschau aller Fotos bitte aufs Bild klicken.


Bestellen Sie die triviART Fotokalender 2021 hier bequem online.