Im Zeichen des Bartgeiers

Im Zeichen des Bartgeiers

Mitte Januar verbrachte ich zwei herrlich schöne Tage auf der Gemmi im Kanton Wallis um mir einen langgehegten Wunsch zu erfüllen: Wilde Bartgeier aus nächster Nähe fotografieren zu können. Dazu braucht es nebst einer Portion Glück auch viel Geduld und Ausdauer. Die hübschen Schneesperlinge und Alpenbraunellen und die zutraulichen Alpendohlen sorgen aber dafür, dass immer ein Fotosujet vorhanden ist, auch wenn sich kein Bartgeier blicken lässt. Einmal konnte ich sogar eine Alpenkrähe ablichten, meistens waren sie aber viel zu weit weg.
Und dann erblickte ich ihn endlich – den mit einer Spannweite von bis zu drei Metern grössten einheimischen Vogel. Noch weit entfernt unten im Tal gewann der Bartgeier mit den mächtigen Flügeln schlagend langsam an Höhe, kreuzte vor der Gemmi-Felswand, um dann unerwartet schnell vom Aufwind durch das Couloir hochgehoben zu werden – nur etwa 20 Meter entfernt! Es war ein wundervolles Erlebnis, diesen majestätischen Vogel so nah durch die Luft gleiten zu sehen.

Waldkauz

Waldkauz

Der Waldkauz ist in der Schweiz die häufigste Eulenart. Mit einer Grösse von rund 40 cm gehört er zu unseren grösseren Vögeln. Trotzdem ist er nicht leicht zu entdecken, auch wenn das vorwiegend nachtaktive Tier tagsüber oftmals vor einer Baumhöhle schläft. Die Unauffälligkeit hat er seinem Gefieder zu verdanken, welches in verschiedenen Farbvarianten von grau bis rotbraun vorkommt und den meist bewegungslos ruhenden Vogel perfekt tarnt.
Zum ersten Mal konnte ich Ende Oktober einen Waldkauz in freier Wildbahn fotografieren und filmen.

Gänsegeier

Gänsegeier

Während meines Urlaubs auf Kreta konnte ich während einer Wanderung durch die Deliana-Schlucht im Westen der griechischen Insel überraschend viele Gänsegeier fotografieren, welche sich von der Thermik tragen liessen und ihre Rastplätze in den Felsen der Schlucht aufsuchten.
Zudem konnte ich zum ersten Mal eine Samtkopfgrasmücke fotografieren, welche sich an den Beeren eines Granatapfels gütlich tat. Auch den seltenen Eleonorenfalken hatte ich zuvor noch nie gesehen und konnte ihn immerhin fotografieren, auch wenn das Bild qualitativ nicht wirklich toll ist.

Sammelsurium

Sammelsurium

Nach einiger Zeit, in der ich nicht sehr fotoaktiv war, kommt hier endlich wieder ein Update mit einigen Wilflife-Fotos aus verschiedenen Tier-Kategorien. Wie üblich machen Vögel den grössten Teil meiner fotografischen Beobachtungen aus, diesmal sind aber auch Säugetiere und Insekten und sogar ein Amphibium mit dabei.

Seltener Besuch: Baumfalken

Seltener Besuch: Baumfalken

An einem Spätnachmittag Mitte Juli herrschte für wenige Augenblicke einige Aufregung rund um unser Haus. Schwalben flogen zeternd und in wildem Zickzackflug durch die Gegend. Der Grund für das hektische Treiben: Zwei Baumfalken machten Jagd auf die Schwalben. Die pfeilschnellen Kleinfalken, die bei uns nur sporadisch anzutreffen sind, hatten trotz ihren wendigen Flugmanövern keinen Jagderfolg – jedenfalls nicht in Beobachtungsnähe.

Pirol – der knallgelbe Versteckkünstler

Pirol – der knallgelbe Versteckkünstler

Knallgelb und doch kaum je zu sehen – das ist charakteristisch für den Pirol. Der sehr scheue, etwa amselgrosse Vogel hält sich meistens hoch oben in dicht belaubten Baumkronen auf. Seine Anwesenheit verrät der Heimlichtuer am ehesten durch den unverwechselbaren, flötenden „Didlioh“-Ruf, der über weite Distanzen hörbar ist. Als Lebensraum bevorzugt der Zugvogel, der den Winter in Afrika verbringt, lichte Auenwälder oder Parks und Wälder in Gewässernähe, wo er genügend Insekten als Hauptnahrung findet.
Den nicht sehr häufigen Vogel völlig frei sitzend fotografieren zu können, ist ein seltenes Glück und erforderte viel Geduld – nebst den tollen Fotos wurde ich zusätzlich mit vielen Mückenstichen belohnt…