Bergfinken-Megaschwarm

Bergfinken-Megaschwarm

Über den Jahreswechsel waren in Langenthal BE zu Spitzenzeiten bis zu 2 Millionen Bergfinken am Schlafplatz anzutreffen. Die Vögel kamen aus ihren Stammgebieten im Norden auf der Suche nach Nahrung und besseren klimatischen Bedingungen in die Schweiz. Damit sich eine so grosse Anzahl Bergfinken über längere Zeit am selben Ort aufhalten können, müssen mindestens zwei Bedingungen erfüllt sein: Es müssen viele Buchen vorhanden sein, die eine überdurchschnittlich grosse Menge an Buchnüssen trugen (sogenannte Buchenmast) und es darf kein Schnee liegen, da die Finken sonst die Nüsschen nicht finden können.
Die Vögel flogen vor der Dämmerung in grossen Teilschwärmen ein und versammelten sich nach vielfachem Wiederauffliegen schliesslich in den Bäumen an ihrem Schlafplatz. Ein überwältigendes Schauspiel, das viele Beobachter anzog. Wanderfalken und Sperber warteten jeweils schon vor dem Eintreffen der Finken und hofften auf leichte Beute.
Die Aufnahmen stammen vom 30. Dezember 2023 und vom 29, Januar 2024.

Jaguar-Special

Jaguar-Special

Eines der Hauptziele auf meiner Pantanalreise war es, Jaguare zu beobachten und in guter Qualität fotografieren zu können. Mittlerweile gibt es im Pantanal wieder recht viele Jaguare, da sie nicht mehr geschossen werden. Man hat erkannt, dass ein lebender Jaguar wesentlich mehr einbringt als ein toter – Stichwort Tourismus. Da Jaguare aber Einzelgänger sind und riesige Reviere beanspruchen (man geht von 25 bis 150 Quadratkilometer pro Tier aus), braucht es Zeit und das Wissen der Guides, um sie auch zu Gesicht zu bekommen. Die grössten Chancen hat man vom Boot aus, wenn die Jaguare Jagd auf Kaimane oder Capybaras machen. Während vier Tagen haben wir von Sonnenaufgang bis -untergang ausgedehnte Bootsfahrten auf dem Rio Cuiaba und seinen Seitenarmen unternommen. Die recht anstrengenden Touren mit oft stundenlangem Ausharren in brütender Hitze unter sengender Sonne haben sich gelohnt – schlussendlich konnten wir mehr als 20 verschiedene Individuen beobachten!

Eine weitere Seltenheit: Die Sumpfohreule

Eine weitere Seltenheit: Die Sumpfohreule

Eine Sumpfohreule konnte ich bisher erst ein einziges Mal beobachten und fotografieren (siehe diesen Beitrag). Der seltene Vogel konnte zwar in der ganzen Schweiz nachgewiesen werden, ist aber als nicht standorttreuer Vagabund nur zufällig anzutreffen und deshalb schwierig zu beobachten. Umso erfreulicher ist es, diese schöne Eule zu Gesicht zu bekommen. Im Aargauer Reusstal konnte ich eines Abends Ende April beobachten, wie die Sumpfohreule dicht über den Feldern nach Beute suchte, manchmal auf einem Baum rastete oder von Rabenvögeln und einem Schwarzmilan bedrängt hoch hinaufflog. Kurz vor Sonnenuntergang habe ich sie dann aus den Augen verloren.

Flugshow mit seltenen Gästen im Reusstal

Flugshow mit seltenen Gästen im Reusstal

Momentan ist der Vogelzug in vollem Gang und an der Stillen Reuss in Rottenschwil haben sich für kurze Zeit zum Teil richtig seltene Gäste niedergelassen. So war der europaweit sehr seltene Seggenrohrsänger ein richtiger Glückstreffer. Das kleine Vögelchen hielt sich meistens gut versteckt am Boden im Schilf auf und liess sich jeweils nur für wenige Sekunden frei blicken. Da war viel Ausdauer und blitzschnelles Reagieren im entscheidenden Moment gefragt.
Für eine tolle Flugshow sorgten vier Baumfalken und zwei seltene Rotfussfalken. Auch ein Purpurreiher war zu Gast und die bedrohten Europäischen Sumpfschildkröten waren bei der Paarung zu beobachten. Es gibt aber auch immer wieder Momente, die zum Anschauen nicht so schön sind : So konnte ich beobachten, wie eine Mittelmeermöwe eines von drei Küken aus einer Blässhuhnfamilie raubte – aber auch das gehört zur Natur.

Vielfalt am Neuenburgersee

Vielfalt am Neuenburgersee

Während eines Kurzaufenthaltes am Neuenburgersee konnte ich trotz durchzogenem Wetter Fotos von vielen verschiedenen, zum Teil auch seltenen Vögeln aufnehmen. Es hat durchaus seinen Reiz, auch im Regen Aufnahmen zu machen. Das Hauptproblem für brauchbare Bilder in Schlechtwettersituationen ist das fehlende Licht, und natürlich sollte auch die Ausrüstung möglichst trocken bleiben.
Die Bildergalerie zeigt einige Highlights meines Besuches.

Zwergsäger – ein seltener Wintergast

Zwergsäger – ein seltener Wintergast

Ein seltener, wunderschöner Wintergast hielt sich über den Jahreswechsel in der Nordschweiz gleich als Pärchen auf: Der Zwergsäger. Der kleinste Vertreter der Säger ist mit einer maximalen Körperlänge von 44 cm deutlich kleiner als eine Stockente und auch sehr viel scheuer als diese – als Kombination eine Herausforderung zum Fotografieren.
Als Merkmal weist der Zwergsäger wie auch seine grösseren Verwandten – der häufige Gänsesäger und der spärlich vorkommende Mittelsäger – einen stark gezähnten Schnabel auf, eine Anpassung zum Fischfang, welche durchaus Ähnlichkeit mit einer Säge aufweist.