Einheimische Greifvögel

Einheimische Greifvögel

Aktuell kann man vielerorts im Mittelland die majestätischen Rotmilane ihre Kreise am Himmel ziehen sehen. Mit einer Spannweite von bis zu 180 cm und knapp 1.4 kg Gewicht (Weibchen) ist der Rotmilan nach Bartgeier und Steinadler der drittgrösste einheimische Vogel. In den letzten Jahren hat er sich stark vermehrt, gilt aber immer noch als gefährdet. Ab und zu tauchte auch ein Schwarzmilan auf, normalerweise lebt diese etwas kleinere Art lieber in der Nähe von Gewässern, wo sie sich von toten Fischen oder anderem Aas ernährt. Neben diesen grossartigen Seglern konnte ich auch Mäusebussarde und Turmfalken beobachten und fotografisch festhalten, wie die Bildergalerie zeigt.

Eisvögel

Eisvögel

Mit der leisen Hoffnung, dass die jungen Eisvögel bereits flügge sind, fuhr ich wieder einmal nach La Sauge am Neuenburgersee. Zwar erfüllte sich mein Wunsch nicht, zu sehen gab es dennoch einiges – allerdings brauchte es diesmal schon sehr viel Geduld. Zwischendurch sass ich gute Dreiviertelstunden im Hide ohne auch nur ein Federchen eines Eisvogels zu Gesicht zu bekommen. Dann schoss plötzlich so ein blau-oranger Pfeil heran und verlangte blitzschnelle Reaktion und volle Aufmerksamkeit. Anschliessend folgte wieder eine lange Pause ohne irgendwelche Aktivitäten. Als die meisten anderen Fotografen bereits das Feld geräumt hatten, gabs dann nochmal richtig Action. Es ist einfach unglaublich, welche Leistung diese kleinen Vögel hinlegen beim Tauchen, Beute fangen und wieder Auftauchen aus dem Wasser!
Übrigens kann man an der Art, wie ein Eisvogel den erbeuteten Fisch im Schnabel hält, erkennen, ob er ihn für sich selbst oder als Futter für die Jungen gefangen hat: Zeigt der Kopf des Fisches in Richtung Schlund, dient er der Selbstverpflegung, umgekehrt gehalten als Futter für die Jungvögel. Die Erklärung dazu: Der Fisch muss kopfvoran geschluckt werden, damit Schuppen und Flossen nicht im Schlund stecken bleiben.
In der Galerie zeige ich einige Aufnahmen der Ausbeute von gut 4 Stunden ansitzen.

Eisvogel & Co. am Neuenburgersee

Eisvogel & Co. am Neuenburgersee

Im Naturschutzreservat La Sauge am Neuenburgersee kann eine Vielzahl seltener und attraktiver Tierarten beobachtet werden. Mit etwas Geduld können sogar die scheuen Eisvögel beim Fressen abgelichtet werden. Daneben gibt es je nach Saison auch Ringelnattern, verschiedene Wasserfroscharten und Vögel wie Nilgans, Kolbenente, Rohrammer und Kormoran zu entdecken – und natürlich noch viele mehr, die nicht das Glück (?) hatten, mir vor die Linse zu kommen…

Tierische Frühlingsimpressionen

Tierische Frühlingsimpressionen

Wenn die Temperaturen so langsam wieder in den erträglichen Bereich wechseln, werden auch die verschiedensten Tiere wieder munterer. Die folgenden Bildimpressionen habe ich an verschiedenen Orten aufgenommen: In der Region Aabach/Hallwilersee, im Auenpark bei Aarau-Rohr, am Klingnauer Stausee und bei mir zuhause.

Die Laufkäfer sind los!

Die Laufkäfer sind los!

Laufkäfer sind flugunfähige Räuber, welche sich vor allem durch ihre flinke Fortbewegungsart und die manchmal beachtliche Grösse auszeichnen. So kann der schwarz gefärbte Lederlaufkäfer (Carabus coriaceus) eine Körperlänge von bis zu 4 cm erreichen. Der ebenfalls nachtaktive Goldglänzende Laufkäfer (Carabus auronitens) beeindruckt dagegen vor allem durch seine schillernde Färbung. Er wird oft mit dem tagaktiven Goldlaufkäfer verwechselt. Alle Arten stehen bei uns unter Naturschutz.

Greifvögel zum Greifen nah

Greifvögel zum Greifen nah

Ein Besuch in der Falconeria Locarno ist ein eindrückliches Erlebnis. Zweimal pro Tag findet in der Sommersaison eine Flugvorführung statt, daneben können die Tiere in den grossräumigen Volieren besichtigt werden. Die Vögel leben zwar nicht wirklich in Freiheit, sie fliegen während der Vorführung aber frei und könnten sich somit auch auf und davon machen – was tatsächlich ab und zu vorkommen soll. Jedoch nur für wenige Stunden – auf die Vollpension und die Sicherheit bietende Umgebung in der Falconeria verzichten die halbzahmen Tiere ungern. Mich hat vor allem das Vertrauen und der gegenseitige Respekt zwischen Mensch und Tier beeindruckt, die Tiere schienen sich wohl zu fühlen und wurden in keiner Weise gezwungen, das von ihnen erwartete Programm auf Biegen und Brechen durchzuführen. Die Möglichkeit, die Vögel aus nächster Nähe zu portraitieren und leicht an geniale Flugfotos zu kommen, ist für Fotografen ein echter Leckerbissen.