Partielle Mondfinsternis vom 16. auf den 17. Juli 2019

Partielle Mondfinsternis vom 16. auf den 17. Juli 2019

Zwar ist eine partielle Mondfinsternis nicht derart beeindruckend wie eine totale, weil die manchmal doch beachtlich rote Färbung des Mondes (siehe hier) fehlt, dennoch können auch bei diesem Himmelsereignis durchaus reizvolle Bilder entstehen. Um die Fotos ein bisschen aufzupeppen, habe ich mir überlegt, dass es toll wäre, den Drachen auf der Landvogtei vom Schloss Lenzburg als Vordergrund vor der Mondkugel aufnehmen zu können. Dies nicht zuletzt, weil ja bezüglich Mondfinsternis und Drachen diverse mythologische Geschichten bekannt sind: Die alten Chinesen zum Beispiel glaubten offenbar, dass bei einer Mondfinsternis ein Drache den Mond verschlinge und ihn nach kurzer Zeit (wohl wegen Unbekömmlichkeit…) wieder ausspucke.
Nach ein wenig Kartenstudium und einigen Berechnungen habe ich gemerkt, dass mein Vorhaben an diesem Datum möglich sein sollte – vorausgesetzt, man wäre zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Den Standort für den Mondaufgang mit noch kaum wahrnehmbarer Verfinsterung hatte ich sorgfältig bestimmt und mich frühzeitig positioniert. Für die Fotos mit dem Drachen bei fast maximaler Verfinsterung eilte ich dann aber mit Fotorucksack, Teleobjektiv und Stativ auf den Strassen Lenzburgs zwischen den Häusern hin und her und versuchte abzuschätzen, wann der Mond an der perfekten Stelle stehen würde ohne von Gebäuden oder Bäumen verdeckt zu sein. Hier ging es tatsächlich um Sekunden und Zentimeter, es ist kaum zu glauben, wie schnell sich der Mond (resp. die Erde) bewegt. Durch ein 650 mm Teleobjektiv gesehen erscheint dieser Effekt noch wesentlich verstärkt. Zum Glück durfte ich dann netterweise in einen Garten eintreten um das meinen Vorstellungen am besten entsprechende Bild dieser Nacht schiessen zu können (letztes Foto / Aufmacherbild).

Eisvögel

Eisvögel

Mit der leisen Hoffnung, dass die jungen Eisvögel bereits flügge sind, fuhr ich wieder einmal nach La Sauge am Neuenburgersee. Zwar erfüllte sich mein Wunsch nicht, zu sehen gab es dennoch einiges – allerdings brauchte es diesmal schon sehr viel Geduld. Zwischendurch sass ich gute Dreiviertelstunden im Hide ohne auch nur ein Federchen eines Eisvogels zu Gesicht zu bekommen. Dann schoss plötzlich so ein blau-oranger Pfeil heran und verlangte blitzschnelle Reaktion und volle Aufmerksamkeit. Anschliessend folgte wieder eine lange Pause ohne irgendwelche Aktivitäten. Als die meisten anderen Fotografen bereits das Feld geräumt hatten, gabs dann nochmal richtig Action. Es ist einfach unglaublich, welche Leistung diese kleinen Vögel hinlegen beim Tauchen, Beute fangen und wieder Auftauchen aus dem Wasser!
Übrigens kann man an der Art, wie ein Eisvogel den erbeuteten Fisch im Schnabel hält, erkennen, ob er ihn für sich selbst oder als Futter für die Jungen gefangen hat: Zeigt der Kopf des Fisches in Richtung Schlund, dient er der Selbstverpflegung, umgekehrt gehalten als Futter für die Jungvögel. Die Erklärung dazu: Der Fisch muss kopfvoran geschluckt werden, damit Schuppen und Flossen nicht im Schlund stecken bleiben.
In der Galerie zeige ich einige Aufnahmen der Ausbeute von gut 4 Stunden ansitzen.

Eisvogel & Co. am Neuenburgersee

Eisvogel & Co. am Neuenburgersee

Im Naturschutzreservat La Sauge am Neuenburgersee kann eine Vielzahl seltener und attraktiver Tierarten beobachtet werden. Mit etwas Geduld können sogar die scheuen Eisvögel beim Fressen abgelichtet werden. Daneben gibt es je nach Saison auch Ringelnattern, verschiedene Wasserfroscharten und Vögel wie Nilgans, Kolbenente, Rohrammer und Kormoran zu entdecken – und natürlich noch viele mehr, die nicht das Glück (?) hatten, mir vor die Linse zu kommen…

Tierische Frühlingsimpressionen

Tierische Frühlingsimpressionen

Wenn die Temperaturen so langsam wieder in den erträglichen Bereich wechseln, werden auch die verschiedensten Tiere wieder munterer. Die folgenden Bildimpressionen habe ich an verschiedenen Orten aufgenommen: In der Region Aabach/Hallwilersee, im Auenpark bei Aarau-Rohr, am Klingnauer Stausee und bei mir zuhause.

Seifenblasenspielerei

Seifenblasenspielerei

Die aktuell recht kalten Temperaturen lassen sich prima nutzen, um mit gefrierenden Seifenblasen zu experimentieren. Meistens klappt auf Anhieb nicht alles ganz nach Plan, aber solange genügend Seifenwasser vorhanden ist, kein Wind aufkommt und die Finger noch nicht erfroren sind, kann man es ja immer wieder versuchen…

Schnee am Aabach

Schnee am Aabach

Nun hat auch das Mittelland wenigstens kurzfristig eine nennenswerte Schneeschicht erhalten. Es ist doch immer wieder erstaunlich zu sehen, wie sehr die vom Schnee überzuckerte Landschaft ihr Aussehen verändert. Ein Ausflug am frühen Morgen an den Aabach und den Hallwilersee lohnt sich auch dann, wenn es eigentlich nichts Spektakuläres zu entdecken gibt.