Glühwürmchen und andere Insekten
Die Welt der Insekten ist unglaublich vielfältig und bietet wunderschöne Fotomotive, die aber für den Fotografen oftmals eine richtige Herausforderung sind. Nicht nur, dass sie in der Regel recht klein sind, häufig sind sie auch noch richtig schnell und zeigen sich nicht gern. Glühwürmchen gehören zwar nicht zu den schnellen Vertretern der Insekten, in der Dunkelheit zu fotografieren ist aber eine Challenge für sich. Zudem sollte man Glühwürmchen möglichst nicht oder nur kurz und nur mit schwachem Licht anleuchten, da sie sich sonst gestört fühlen und das Leuchten abbrechen. Dieses ist aber überlebenswichtig für die Art, da die Partner nur über das Leuchten zueinander finden. Erwachsene Glühwürmchen leben maximal 3 Wochen, in dieser Zeit müssen sie für Nachwuchs sorgen. Die zunehmende Lichtverschmutzung (dazu gehören auch die weit verbreiteten Deko-Solarlampen, welche unsinnigerweise die ganze Nacht den Garten beleuchten), erschweren die Kommunikation und Fortpflanzung der Glühwürmchen enorm.
In unserem Wildgarten, der zur Zeit in voller Blüte steht, findet man nebst vielen verschiedenen kleinen Wildbienenarten die beeindruckende Blaue Holzbiene und eine Vielzahl verschiedenster anderer Insekten. Eher selten zu beobachten ist der Russischer Bär – ein prachtvoller Schmetterling, der mit geöffneten Flügeln für eine farbige Überraschung sorgt. Auch der Weiden-Glasflügler ist nicht leicht zu beobachten. Er ist zwar eigentlich nicht selten, aber aufgrund seiner geringen Grösse (Spannweite ca. 2 cm) ist der prächtige Winzling schwer zu finden. Seine Besonderheit sind die durchscheinenden Flügel (daher sein Name), welche für einen Schmetterling eher untypisch sind.
Kurzes Video über zwei weibliche Grosse Glühwürmchen (Lampyris noctiluca)