Glühwürmchen und andere Insekten

Glühwürmchen und andere Insekten

Die Welt der Insekten ist unglaublich vielfältig und bietet wunderschöne Fotomotive, die aber für den Fotografen oftmals eine richtige Herausforderung sind. Nicht nur, dass sie in der Regel recht klein sind, häufig sind sie auch noch richtig schnell und zeigen sich nicht gern. Glühwürmchen gehören zwar nicht zu den schnellen Vertretern der Insekten, in der Dunkelheit zu fotografieren ist aber eine Challenge für sich. Zudem sollte man Glühwürmchen möglichst nicht oder nur kurz und nur mit schwachem Licht anleuchten, da sie sich sonst gestört fühlen und das Leuchten abbrechen. Dieses ist aber überlebenswichtig für die Art, da die Partner nur über das Leuchten zueinander finden. Erwachsene Glühwürmchen leben maximal 3 Wochen, in dieser Zeit müssen sie für Nachwuchs sorgen. Die zunehmende Lichtverschmutzung (dazu gehören auch die weit verbreiteten Deko-Solarlampen, welche unsinnigerweise die ganze Nacht den Garten beleuchten), erschweren die Kommunikation und Fortpflanzung der Glühwürmchen enorm.
In unserem Wildgarten, der zur Zeit in voller Blüte steht, findet man nebst vielen verschiedenen kleinen Wildbienenarten die beeindruckende Blaue Holzbiene und eine Vielzahl verschiedenster anderer Insekten. Eher selten zu beobachten ist der Russischer Bär – ein prachtvoller Schmetterling, der mit geöffneten Flügeln für eine farbige Überraschung sorgt. Auch der Weiden-Glasflügler ist nicht leicht zu beobachten. Er ist zwar eigentlich nicht selten, aber aufgrund seiner geringen Grösse (Spannweite ca. 2 cm) ist der prächtige Winzling schwer zu finden. Seine Besonderheit sind die durchscheinenden Flügel (daher sein Name), welche für einen Schmetterling eher untypisch sind.

Kurzes Video über zwei weibliche Grosse Glühwürmchen (Lampyris noctiluca)

Irisierende Wolken über dem Aargau

Irisierende Wolken über dem Aargau

Irisierende Wolken sind ein optisches Phänomen ähnlich dem Regenbogen. Extrem kleine Wassertröpfchen beugen die Lichtstrahlen des Sonnenlichts, so dass dieses wie beim Durchqueren eines Prismas in seinen verschiedenen Farben reflektiert wird. Anders als beim Regenbogen ist die sichtbare Farbe nicht vom Beobachtungswinkel abhängig, sondern von der Tröpfchengrösse, weshalb die Farben nicht in der vom Regenbogen bekannten charakteristischen Anordnung zu sehen sind. Die Erscheinung ist nur in der Nähe der Sonne zu sehen, in dieser extrem farbkräftigen Ausprägung ist sie nur selten zu beobachten.

Rallenreiher und Nachtreiher am Flachsee

Rallenreiher und Nachtreiher am Flachsee

Knapp einen Monat lang konnte man in der Region Flachsee im Reusstal zwischen Juni und Juli mit etwas Glück den bei uns seltenen Rallenreiher beobachten. Die kleinen Reiher sind recht unscheinbar in braunorangen Pastelltönen gefärbt und deshalb nicht leicht zu entdecken. Nur im Flug zeigt sich die weisse Flügelfarbe in starkem Kontrast zum Körpergefieder. Die Schnabelspitze ist schwarz gefärbt. Beim Putzen oder bei Erregung kann der Reiher seine langen Kopffedern aufplustern. Wie die meisten unserer Reiher ernährt er sich hauptsächlich von Fischen und Amphibien. Als besonderen Leckerbissen konnte ich den Rallenreiher zusammen mit einem Nachtreiher beobachten und fotografieren. Der Grössenunterschied zum ebenfalls nicht sehr grossen Nachtreiher ist dabei gut zu erkennen.
Weitere bei uns anzutreffende Reiherarten finden sich im Reiher-Special.

ISS-Transit vor der Sonne und Astrofotografie

ISS-Transit vor der Sonne und Astrofotografie

Astronomie und Raumfahrt interessieren mich schon seit frühester Kindheit. Die Internationale Raumstation ISS beim Durchflug vor der Sonne zu fotografieren, war ein langgehegter Traum von mir. Die Realisierung dieses Vorhabens ist gar nicht so trivial, da verschiedene Faktoren berücksichtigt werden müssen: Die Flugbahn der ISS verändert sich ständig und die Wahrscheinlichkeit, dass die Raumstation von der heimischen Terrasse aus gesehen direkt vor der Sonne durchfliegt, ist gering. Zum Glück gibt es im Internet Tools, mit welchen sich Erfolg versprechende Transits vor der Sonne oder dem Mond, abhängig von einem bevorzugten Standort, berechnen lassen. Dann muss man „nur“ noch mit der geeigneten Ausrüstung zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Die richtige Zeit ist enorm wichtig: Die ISS rast mit der unglaublichen Geschwindigkeit von rund 28’000 km/h um die Erde – der Durchflug vor der Sonnenscheibe dauert darum je nach Standort nur etwa eine Sekunde! Und natürlich muss freie Sicht auf die Sonne herrschen, sprich schönes Wetter.
Meine Ausrüstung besteht aus einem stabilen Stativ und dem Smartteleskop Dwarf 3, mit dem ich auch die in der Galerie gezeigten Deepsky-Astrofotos aufgenommen habe.
Ganz wichtig: Niemals ohne Spezialfilter in die Sonne schauen, schon gar nicht durch ein Teleskop oder einen Fotoapparat – dies würde durch Verbrennen der Netzhaut im Auge zur sofortigen und irreversiblen Erblindung führen! Das Teleskop habe ich denn auch mit einem Solarfilter ausgestattet, damit kein Unheil geschehen kann.
Damit ich den Transit sicher nicht verpasse, habe ich bereits eine Minute vor der berechneten Zeit die Videoaufnahme gestartet – mit 30 Bildern pro Sekunde. Für das Komposit-Bild habe ich dann 24 Einzelbilder in Photoshop zu einem Bild überlagert.

Das Video zeigt den Transit in Echtzeit

Frühlingserwachen

Frühlingserwachen

Mit den wärmeren Temperaturen ist auch der Vogelzug wieder in die Gänge gekommen und hat mir das eine oder andere Highlight beschert. Dazu gehören zweifellos die beiden Blaukehlchen, welche ich am Klingnauer Stausee angetroffen habe. Die Galerie zeigt aber auch einige Nicht-Vögel – so habe ich mich besonders über das Moos sammelnde Eichhörnchen gefreut, da ich seit längerer Zeit überhaupt keine Eichhörnchen mehr gesehen habe.