Sammelsurium

Sammelsurium

Nach einiger Zeit, in der ich nicht sehr fotoaktiv war, kommt hier endlich wieder ein Update mit einigen Wilflife-Fotos aus verschiedenen Tier-Kategorien. Wie üblich machen Vögel den grössten Teil meiner fotografischen Beobachtungen aus, diesmal sind aber auch Säugetiere und Insekten und sogar ein Amphibium mit dabei.

Seltener Besuch: Baumfalken

Seltener Besuch: Baumfalken

An einem Spätnachmittag Mitte Juli herrschte für wenige Augenblicke einige Aufregung rund um unser Haus. Schwalben flogen zeternd und in wildem Zickzackflug durch die Gegend. Der Grund für das hektische Treiben: Zwei Baumfalken machten Jagd auf die Schwalben. Die pfeilschnellen Kleinfalken, die bei uns nur sporadisch anzutreffen sind, hatten trotz ihren wendigen Flugmanövern keinen Jagderfolg – jedenfalls nicht in Beobachtungsnähe.

Pirol – der knallgelbe Versteckkünstler

Pirol – der knallgelbe Versteckkünstler

Knallgelb und doch kaum je zu sehen – das ist charakteristisch für den Pirol. Der sehr scheue, etwa amselgrosse Vogel hält sich meistens hoch oben in dicht belaubten Baumkronen auf. Seine Anwesenheit verrät der Heimlichtuer am ehesten durch den unverwechselbaren, flötenden „Didlioh“-Ruf, der über weite Distanzen hörbar ist. Als Lebensraum bevorzugt der Zugvogel, der den Winter in Afrika verbringt, lichte Auenwälder oder Parks und Wälder in Gewässernähe, wo er genügend Insekten als Hauptnahrung findet.
Den nicht sehr häufigen Vogel völlig frei sitzend fotografieren zu können, ist ein seltenes Glück und erforderte viel Geduld – nebst den tollen Fotos wurde ich zusätzlich mit vielen Mückenstichen belohnt…

Kuckuck!

Kuckuck!

Der Kuckuck ist wirklich ein spezieller Vogel: Wie kein anderer hat er Eingang in unsere Sprache gefunden, jeder kennt seinen unverwechselbaren Ruf, nur wenige haben ihn schon gesehen und durch seine bemerkenswert seltsame Art der Fortpflanzung erobert er sich nicht gerade den Sympathiebonus. Das liegt daran, dass Kuckucke keinerlei Brutpflege betreiben, sondern diese in geradezu bizarrer Weise anderen Vögeln überlassen: Das Weibchen legt ein Ei in das Nest der Wirtseltern und macht sich anschliessend davon. Der geschlüpfte Kuckuck wirft instinktiv alle verbleibenden Eier und allenfalls bereits vorhandenen Schlüpflinge seiner Zieheltern aus dem Nest. Als einzig verbleibendes Jungtier wird das Kuckuckskind nun von seinen vermeintlichen Eltern unermüdlich mit Nahrung versorgt, auch wenn er schon als Jungvogel wesentlich grösser als seine Adoptiveltern ist.
Ende Juni hatte ich das seltene Glück, einen flügge gewordenen Jungkuckuck zu entdecken und ihn zusammen mit seinen unermüdlich Futter herbeischaffenden Teichrohrsänger-Zieheltern bei der Nahrungsübergabe fotografieren zu können.

Greifvögel – faszinierende Luftakrobaten

Greifvögel – faszinierende Luftakrobaten

Die majestätisch dahingleitenden Rot- und Schwarzmilane, die recht scheuen Mäusebussarde und die agilen Turmfalken sind bei uns die häufigsten Greifvögel. Auch wenn sie nicht selten sind, fotografiere ich sie sehr gerne, ihr Verhalten und ihre Schönheit sind immer wieder Beobachtungszeit und Fotos wert.